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Nordthailändische Küche

Die Küche Nordthailands ist generell milder als jene Zentral- oder Südthailands und oft etwas salziger. Das traditionelle Grundnahrungsmittel ist Klebereis, der durch seinen hohen Stärkegehalt zu kleinen Bällchen geformt werden kann und in Saucen, Dips und das Essen getaucht mit der Hand zum Mund geführt wird. Der Einfluss des benachbarten Burmas zeigt sich anhand von Speisen wie kaeng hang le muh, ein Curry mit Schweinebauch, Ingwer, Tamarinde und Kurkuma oder khao soy gai, eine Suppe mit Huhn und Eiernudeln garniert mit frischer Jungzwiebel, saurem Kohl und Limettenscheiben.Hauptzutat in Nordthailand ist Schweinefleisch gefolgt von Rind, Huhn und Ente. Meeresfrüchte sind aufgrund der geografischen Lage weniger populär. Das etwas kühlere Klima sorgt für eine besondere Vielfalt an Gemüse, Kräutern und Wurzeln, die einen wesentlichen Bestandteil der Speisen bilden. Eine Spezialität sind nordthailändische Schweinswürste wie nähm oder sai ua. Nähm schmecken säuerlich und werden roh oder gegrillt (zuweilen gebraten) genossen. Sai ua ist eine mit fein gehacktem Fleisch, getrocknete Chilies, Schalotten und Zitronengras gefüllte, scharfe Wurst. Erwähnenswert ist auch die Fülle an Chilisaucen wie namprik num, namprik daeng oder namprik ong. Nordthailand ist das Zentrum der thailändischen Nudelküche. Chinesen aus der nahe gelegenen Provinz Yünnan, Burmesen und Shan brachten unterschiedliche Teigwaren nach Nordthailand, die ihren Weg in die regionale Küche fanden. Für Besucher des Norden Thailands ist das traditionelle Abendessen khan tok praktisch ein Pflichttermin. Khan ist eine spezielle Schüssel und tok bezeichnet einen niedrigen, runden Tisch aus gewobenen Bambus, von dem man sich von verschiedensten Speisen bedient und dabei eine kulturelle Darbietung verfolgt.
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