Chili

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Chili

พริก - prik

Chili stammt eigentlich aus Mittel- und Südamerika, wo er bereits etwa vor 9500 Jahren konsumiert wurde. Im 16. Jahrhundert brachten die Spanier den Chili über die Handelsrouten auf die Philippinen und nach Indien, von wo aus er sich rasch auch nach Südostasien verbreitete. Eine andere Theorie besagt, dass die Portugiesen den Chili in Spanien kennen lernten und ihn von dort zu ihren Besitzungen auf Goa brachten, von wo aus er sich über den gesamten Subkontinent und im Weiteren auch über Südostasien verbreitete.

In Thailand werden verschiedene Sorten kultiviert und in der Küche verwendet. Eines ist ihnen allen gemeinsam: sie wirken appetitanregend und unterstützen die Verdauung. Zudem sind sie reich an Vitamin C und Betakarotin sowie Mineralien.

 

Bunte Chilis

พริกกระเหรี่ยง - prik kariang

 

Thai Chili - Prik khi nu

 

Ihren etwas exzentrischen Namen haben diese Chilis ihrer Größe und Form zu verdanken, die in der Tat etwas an Mäuseexkremente erinnern. Sie treten rot oder grün in Erscheinung und sind nur etwa 1,5 bis 4cm kurz. Prik khi nu sind einer der schärfstne Sorten Thailands und seiner Nachbarländer. Sie würzen Curries und Tom Yum und sind Grundlage zahlreicher Chilipasten und -saucen. Die kleine Schüssel mit Fischsauce, die alle Thai Restaurants auf ihren Tischen anbieten, erhält ihre Schärfe durch gehackte Prik khi nu.

International ist prik khi nu als Thai Chili bekannt. Der Umkehrschluss prik thai ist allerdings nicht möglich, denn das heißt auf Thai Pfeffer. Eine sehr ähnliche Sorte ist prik kariang, die in farbenprächtig und sehr aromatisch ist. Prik kariang sind jedoch noch etwas schärfer als Thai Chili und finden in ähnlicher Art Verwendung in der Küche.

prik khi nu - Thai Chili

พริกขี้หนู - Thai Chili

Spur Chili - Prik dtschi fah

 

Wörtlich bedeutet der Name "Chili, der zum Himmel zeigt" - denn die Frucht des mehrjährigen Nachtschattengewächses zeigt mit der Spitze senkrecht nach oben. Dieser Chili wird zwischen 5 und 8cm lang und färbt sich während der Reife kräftig grün (kiau), rot (daeng) oder gelb (lüang, wobei der Farbton von Orange dominiert sein kann). Prik dtschi fah sind besonders aromatisch und von mäßiger Schärfe. Aufgrund der leuchtenden Farben und der noch erträglichen Schärfe ist dieser Chili in Thailand die erste Wahl für das Garnieren von Speisen. Sie sind Grundlage zahlreicher Currypasten und finden in der Thai Küche sowohl frisch als auch getrocknet Verwendung. Sie sind auch die am häufigsten anzutrefende Sorte in Asia Shops.

prik dtschi fah

พริกชี้ฟ้า - prik tdschi fah

Getrockneter Chili - Prik haeng

 

Getrocknete Chilis gibt es in Thailand sowohl von der Sorte prik dtschi fah als auch prik khi nu. Wie auch im frischen Zustand sind prik khi nu bedeutend schärfer als prik dtschi fah. Getrocknete Chili sind im Stück, grob und feingemahlen erhältlich. Vor der Zubereitung sollten sie gewaschen und entkernt werden.

Sind keine getrockneten Chilis erhältlich, so kann man frische Chilis auch selbst trocknen. Dazu zieht man die Chili an einer dünnen Schnur auf und lässt diese an einem warmen, eher schattigen und vor Regen geschützten Platz mehrere Wochen hängen, bis der letzte Rest an Feuchtigkeit verflüchtigt ist. Alternativ trocknet man die frischen Chili im Backofen auf mit Küchenpapier belegten Rost bei mindestens 60 Grad und Umluft. Nach ca. 6 bis 8 Stunden sind die Chili getrocknet.

prik haeng - getrockneter Chili

พริกแห้ง - prik haeng

Capsaicin - der Dauerbrenner seit Ende der letzten Eiszeit

 

Die Schärfe der Chilis stammt vom Inhaltsstoff Capsaicin. Die Reizung der Schleimhaut wird vom Gaumen als brennende Schärfe empfunden. Entgegen der Meinung vieler Kochbücher, erst die Samen verheilen dem Chili seine oft höllische Schärfe, beeinhalten diese kein Capsaicin. Die weiße Membran um die Samen jedoch enthält besonders viel Capsaicin. Da man beim Entfernen der Samen zwangsläufig auch viel von der Membran aus der Schote kratzt, verliert der Chili tatsächlich etwas an Schärfe. Kratzen Sie sich dabei oder danach aber nicht selbst - besonders nicht am Auge - ohne sich gründlich die Hände zu waschen!

Die positiven Eigenschaften des Capsaicin wurden auch von der westlichen Medizin entdeckt, die es nun zb. in der Schmerztherapie verwendet. In Tierversuchen zeigte Capsaicin auch Wirkung bei der Bekämpfung von Krebszellen.

Orange Chilis

capsicum frutescens

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